Der Bayerische Wald und sein Glas

 

     

 

Im Bayerischen Wald, dem waldreichsten Mittelgebirge Deutschlands, wird seit sieben Jahrhunderten Glas hergestellt. Für das Entstehen der Waldglashütten sorgte das Bestreben der Grundherren, die entlegenen und unerschlossenen Urwälder wirtschaftlich zu nutzen. Denn weder für eine Besiedelung noch für die Landwirtschaft kamen die großen Waldgebiete entlang der bayerisch-böhmischen Grenze in Frage. Vom Arber bis zum Lusen, in einer Tiefe von vier bis zehn Kilometern, gehörten die Wälder zu den Glashüttengütern, so dass die Hüttenmeister beschlossen, das Holz zur dauerhaften Wirtschaftsgrundlage zu machen und den Grundherren dadurch ständige Zinserträge zu sichern. Das vererbliche und veräußerliche Recht wurde zur Grundlage späteren Familienbesitzes.

 

Neben dem Rohstoff Holz zum Bau der Glashütten und zur Befeuerung der Schmelzöfen lieferte der Bayerische Wald auch Quarz, der etwa ein Drittel der Glasschmelze ausmacht. Wasser zum Betreiben der Quarzmühlen, Sägen und Glasschleifereien war außerdem ausreichend vorhanden. Die zum Glasmachen unentbehrliche Pottasche wurde ebenfalls aus dem eigenen Holz hergestellt, so dass nur der Kalk von auswärts angeliefert werden musste. Importiert wurden ferner der Ton für die Schmelzhäfen sowie kleine Mengen seltener Erden für die Herstellung von Farbglas.

 

Die Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur produziert ihre Gläser im gleichen Verfahren wie früher. In 450-jähriger Tradition entsteht Glas in aufwändiger Handarbeit, das durch Gravur, Schliff oder Malerei veredelt wird. Durch den Mix aus souveränem Handwerk und künstlerischer Emotion bringt Poschinger einzigartige Objekte und Unikate hervor – heute wie damals.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glasmanufaktur von Poschinger

 

Moosauhütte 14

94258 Frauenau

Tel. +49 9926 94010

info@poschinger.de


Öffnungszeiten

Manufakturbesichtigung

 

An Christi Himmelfahrt, 9. Mai, an Pfingsten, 19. Mai und 20. Mai sowie an Fronleichnam, 30. Mai, ist die Glasmanufaktur geschlossen.

 

2. Mai bis 10. Nov.:

Mo., Di., Mi., Fr.: 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr
Sa.: 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr
Im Rahmen der Besichtigung können die Gäste Blumenkugeln blasen.


 

Samstag:

Führungen für Gruppen nach Voranmeldung.


 

Donnerstag: 10 bis 14 Uhr Blumenkugeltag

Gäste blasen ihre eigene Blumenkugel. Stück: 5 €. Eintritt frei.

Am Blumenkugeltag sind keine regulären Besichtigungen möglich.


Weitere Informationen

 

Der Glasbaron®

Manufakturladen

 

An Christi Himmelfahrt, 9. Mai, an Pfingsten, 19. Mai und 20. Mai sowie an Fronleichnam, 30. Mai, ist der Glasbaron geschlossen.

 

Mo. – Fr. 10:30 – 16:00 Uhr
Sa. 10:30 – 15:00 Uhr
So. 10:30 – 15:00 Uhr
Weitere Informationen

 

 


Aktuelles

Kunstforum Ofenhalle

„flüssig – erstarrt – geformt“

Glasobjekte von Klaus Büchler | Landschaften von Wieland Prechtl

Dauer der Ausstellung:

23. März bis 23. Juni 2013

Weitere Informationen

 

Presse

Vom Gesang des Glases

Servus in Land & Stadt, April 2013

Weitere Informationen