Aufgrund der aktuellen Bestimmungen rund um das Coronavirus können wir leider bis einschließlich Sonntag, den 20. Dezember 2020 keine Besichtigungen der Glasmanufaktur mehr anbieten. Auch der Manufakturladen ist in dieser Zeit geschlossen.

Allgemeine Geschäfts-, Liefer- und Zahlungsbedingungen (§§ 1 bis 13) sowie spezielle Geschäftsbedingungen, allgemeine Regelungen und Hinweise für Glasanfertigungen (§§ 14 bis 31) der Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur

 

Allgemeine Geschäfts-, Liefer- und Zahlungsbedingungen

  1. Alle nachstehenden Bedingungen gelten als für den Geschäftsverkehr verbindlich vom Käufer anerkannt, soweit nichts Abweichendes schriftlich vereinbart wird.
  2. Alle Angaben sind freibleibend. Verbindlich ist der Auftrag für die Glasmanufaktur erst nach schriftlicher Annahmebestätigung durch den Auftraggeber.
  3. Die Preise verstehen sich in € (Euro) pro Stück zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer und den Versandkosten. Der Käufer erhält nach Fertigstellung eine Vorausrechnung, bzw. wird der Rechnungsbetrag vor dem Versand nach Vereinbarung per Bankeinzug oder Kreditkarte erhoben. Nach Zahlungseingang erfolgt der Versand der Ware.
  4. Rechnungen sind in der Reihenfolge des Erhalts und unabhängig vom Zeitpunkt des Eingangs der Ware zahlbar in € (Euro) innerhalb 30 Tagen ohne Abzug. Bei Überschreiten der Zahlungsfrist von 30 Tagen werden ab dem 31. Tage Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe in Anrechnung gebracht. Teilzahlungen und ohne Vereinbarung geleistete Vorauszahlungen werden immer mit den ältesten, unbeglichenen Rechnungsbeträgen verrechnet. Rechnungen versenden wir grundsätzlich papierlos als PDF per E-Mail. Wenn Sie dies nicht wünschen, bitten wir um Benachrichtigung.
  5. Zahlungsverzug und sonstige Vertragsverletzungen geben der Glasmanufaktur nach Ablauf einer angemessenen Nachfrist das Recht, vom Vertrag zurückzutreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen. Die Glasmanufaktur ist bei Zahlungsverzug ferner berechtigt, unter vorheriger Ankündigung das Zurückbehaltungsrecht für sämtliche noch ausstehende Lieferungen auszuüben.
  6. Die Verpackung erfolgt nach Wahl der Glasmanufaktur. Der Versand aller Waren erfolgt ab Glasmanufaktur auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Für Bruch, Beschädigung oder Verlust auf dem Transportweg wird nicht gehaftet. Teillieferungen kann die Glasmanufaktur ohne Rückfrage beim Kunden vornehmen, sofern Teillieferungen nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Jede Teillieferung auf Abschlüsse gilt als besonders abzurechnendes Geschäft. Die Liefermöglichkeit bleibt in jedem Falle vorbehalten. Alle Lieferungen werden automatisch mit 1,5 % vom Nettowarenwert gegen Bruch beim Transport versichert. Wenn Sie dies nicht wünschen, bitten wir um Benachrichtigung
  7. Mitteilungen über Lieferzeiten gelten nicht als verbindliche Zusicherung. Bei Lieferverzug der Glasmanufaktur muss der Käufer immer eine den Verhältnissen entsprechende Nachfrist, mindestens aber eine solche von 4 Wochen setzen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Käufer vom Vertrag insoweit zurücktreten, als die Ware nicht bis zum Fristablauf als versandbereit gemeldet ist. Der Käufer ist verpflichtet, etwa bereits von der Glasmanufaktur angefertigte Teilmengen zu den vereinbarten Bedingungen abzunehmen. Schadenersatzansprüche wegen verspäteter Erfüllung oder wegen Nichterfüllung sind ausgeschlossen. Die Lieferfrist verlängert sich angemessen, wenn für den Lieferer unvorhersehbare Hindernisse eintreten, z. B. behördliche Eingriffe, Ausfall von Energiequellen, Verzögerungen in der Auslieferung von Energie und Rohstoffen, Streik oder Brand.
  8. Ereignisse höherer Gewalt oder technischen Ursprungs, welche die Produktion der Glasmanufaktur wesentlich einschränken, geben dieser das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Bei einer längeren Dauer derartiger Betriebsstörungen ist die Glasmanufaktur berechtigt, die für vorliegende Aufträge etwa angefertigten Teilmengen sofort zur Ablieferung zu bringen. Eine Ersatzpflicht für Deckungskäufe kann nicht anerkannt werden. In diesen Fällen sind Schadensersatzansprüche des Bestellers wegen Lieferverzuges ebenfalls ausgeschlossen. Als Ereignis solcher Art gelten auch wesentliche Veränderungen in den Währungsverhältnissen.
  9. Die Auftragsmenge gilt mangels besonderer Vereinbarung über die Zulässigkeit von Abweichungen nur als ungefähre Menge. Abweichungen der Menge nach oben und unten sind im Höchstfalle nur bis zu 30% zulässig. Falls eine engere Begrenzung oder ein Ausschluss der Über- oder Unterlieferung erfolgen soll, ist hierüber bereits bei Vertragsabschluss eine besondere Vereinbarung zu treffen.
  10. Die Glasmanufaktur leistet für die Mangelfreiheit ihrer Produkte Gewähr für den Zeitraum von 1 Jahr ab Lieferung. Mängel der gelieferten Sache werden innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist ab Lieferung nach entsprechender Mitteilung behoben. Dies geschieht nach Wahl des Käufers durch kostenfreie Nachbesserung oder Ersatzlieferung. Im Falle der Ersatzlieferung ist der Käufer verpflichtet, die mangelhafte Sache zurück zu gewähren. Kann der Mangel in nicht angemessener Frist behoben werden oder ist die Nachbesserung oder Ersatzlieferung aus sonstigen Gründen als fehlgeschlagen anzusehen, kann der Käufer nach seiner Wahl Herabsetzung der Vergütung (Minderung) verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.
  11. Der Käufer ist verpflichtet, die gelieferte Ware auf offensichtliche Mängel, die einem durchschnittlichen Kunden ohne weiteres auffallen, zu untersuchen. Zu den offensichtlichen Mängeln zählen auch Beschädigungen der Ware. Ferner fallen Fälle darunter, in denen eine andere Sache oder eine falsche Menge geliefert wurden. Derartige Mängel sind der Glasmanufaktur innerhalt von 2 Wochen schriftlich anzuzeigen und zu rügen. Mängel, die erst später offensichtlich werden, müssen bei der Glasmanufaktur innerhalb von 2 Wochen nach dem Erkennen durch den Anwender gerügt werden. Bei Verletzung der Untersuchungs- und Rügepflicht gilt die Warenansehung des betreffenden Mangels als genehmigt.
  12. Die Glasmanufaktur bleibt Eigentümer der Ware bis zur vollständigen Bezahlung der ihr aus der gesamten Geschäftsverbindung zustehenden Forderung. Bei Weiterveräußerung tritt der Käufer die ihm aus der Weiterveräußerung gegen Dritte entstehenden Forderungen zur Sicherung der erwähnten Forderung der Glasmanufaktur an diese ab. Dem Käufer ist bis auf Widerruf die Befugnis zur Entziehung der aus dem Weiterverkauf entstandenen Forderungen erteilt. Die Glasmanufaktur verpflichtet sich, die abgetretenen Forderungen nach ihrer Wahl freizugeben, soweit sie ihre zu sichernden Forderungen um mehr als 25% übersteigen und sie aus voll bezahlten Lieferungen herrühren. Der Käufer ist verpflichtet, der Glasmanufaktur jederzeit Auskunft über die Schuldner und die Höhe der abgetretenen Forderungen zu geben. Die Glasmanufaktur kann die Abtretung dem Drittschuldner anzeigen, sobald der Käufer in Zahlungsverzug gerät. Ansprüche Dritter, die in die Rechte der Glasmanufaktur eingreifen, sind diesem unverzüglich mitzuteilen.
  13. Als Erfüllungsort für Lieferungen und Zahlungen gilt Frauenau. Gerichtsstand ist Viechtach. Auf alle durch den Kaufvertrag begründeten Rechtsverhältnisse findet ausschließlich das deutsche Recht Anwendung. Die Anwendung der Haager Einheitlichen Kaufgesetzte ist ausgeschlossen.

Spezielle Geschäftsbedingungen, allgemeine Regelungen und Hinweise für Glasanfertigungen

  1. Entwicklungskostenpauschale: Von z.B. einer Zeichnung ausgehend ist in diesem Handwerk keine exakte und verlässliche Kalkulation der späteren Kosten einer Serienfertigung (≥ 10 Stück) möglich, welche den hohen Ansprüchen und Erwartungen des Kunden als auch der Manufaktur in punkto Qualität, handwerklicher Ausführung und der Reproduzierbarkeit entspricht. Bei der Prototypenfertigung fällt im Vorhinein ein nicht kalkulierbarer Aufwand für Vorarbeiten, Detailabsprachen, Fertigungsversuche und daraus resultierende Änderungen der Produktions- und Herstellungsweisen an. Einzelne Arbeitsschritte können sich komplizierter und aufwändiger herausstellen als zuerst gedacht und kalkuliert. Der Auftraggeber erhält für einen Pauschalbetrag pro Entwurf bzw. Ausführung eine vorab vereinbarte Anzahl an Prototypen. Aufgrund der aus der Entwicklungsarbeit gewonnenen Erfahrungen und Daten können wir die exakten Kosten für Form(en) und den Stückpreis der Serienfertigung kalkulieren.
  2. Glasanfertigungen, insbesondere Ersatzanfertigungen, sind keine Kopie, sondern immer eine Replik bzw. eine Nachschöpfung vorliegender Zeichnungen, Abbildungen oder Originalstücke. Dies bedeutet, dass Abweichungen zum Original in Glasfarbton, Farbverlauf, Farbintensität, Oberfläche, Form und Maßhaltigkeit nicht auszuschließen und hinzunehmen sind.
  3. Die Glasmanufaktur verarbeiten ausschließlich bleifreies Kristallglas. Dieses kann bei Ersatzanfertigungen in der Helligkeit, der Färbung und Brillanz sowie im spezifischen Gewicht vom Original abweichen.
  4. Der Innendurchmesser sowie die Glasstärke (Dicke der Wandung) können aufgrund des Verhaltens des heißen, zähflüssigen Glases während der Formgebung und des Einblasvorganges variieren und/oder differieren. Bei der Fertigung mehrerer Stücke kann der Innendurchmesser sowie die Glasstärke von Stück zu Stück differieren.
  5. Aufgrund der natürlichen Oberflächenspannung des heißen Glases und der Tatsache, dass das Glas mit Lungenkraft mundgeblasen wird, bilden sich an den Kanten eines Glasgefäßes stets „runde Ecken“ aus. Scharfkantige Winkel mit exakten Gradzahlen oder rechtwinklige Ecken sind nur bei einer maschinellen Herstellung (Pressglas oder maschinell geblasenes Glas) möglich. Bitte beachten Sie dies schon beim Design und der technischen Zeichnung, bzw. den Anforderungen an das fertige Glas.
  6. Glasanfertigungen können technisch bedingt durch Formenbau, Farbschmelze, Auftragslage, Abkühlung und Veredelung längere Zeit in Anspruch nehmen. Angegebene Liefertermine können deshalb variieren und sich verschieben.
  7. Für eine möglichst exakte Anfertigung sind ein Originalstück oder genaue Maße bzw. eine entsprechend exakte technische Zeichnung erforderlich. Es gelten handwerkliche Maßtoleranzen, je nach Größe abweichende Werte. Die Glasmanufaktur übernimmt keine Gewähr bei telefonischen Angaben, wie z. B. Maße, Glasstärke, Farbe, Stück, etc.; diese Angaben müssen schriftlich bei Auftragserteilung vom Auftraggeber vorliegen. Spätere Reklamationen sind ausgeschlossen!
  8. Bei der Herstellung von mundgeblasenem und handgefertigtem Glas können Bläschen, Blasen, Schlieren, etc. entstehen, die handwerklich nicht vermeidbar sind. Diese Glaseigenheiten sind kein Grund für Reklamationen.
  9. Bei der Herstellung von mundgeblasenem und handgefertigtem Glas müssen aus technischen Gründen stets mehr Stück angefertigt werden als die bestellte Menge. Eine Überproduktion von 20% ist verbindlich vom Auftraggeber abzunehmen und zu bezahlen.
  10. Für die Herstellung von mundgeblasenem und handgefertigtem Glas werden Einblasformen aus Buchenholz angefertigt. Nach Herstellung und Verwendung zur Produktion werden diese Formen in der Manufaktur eingelagert. Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der sich trotz fachgerechter Aufbewahrung verziehen und reißen und sich auch anderweitig verändern kann. Dadurch wird die Form unbrauchbar. Zudem verliert die Form durch Abnutzung (Abbrand) bei der Verwendung in der Produktion zunehmend an Maßhaltigkeit. Der Auftraggeber akzeptiert diese Tatsachen und stimmt zu, dass für eine erneute Produktion aus den oben genannten Gründen eine neue Form angefertigt und berechnet werden muss. Die Kosten hierfür trägt der Auftraggeber. Holzformen werden zwei Jahre nach der letzten Verwendung entsorgt. Sollten Sie das nicht wünschen und die Form zugesendet haben wollen, bitten wir, dies bereits bei der Auftragserteilung mitzuteilen.
  11. Mit einer Auftragserteilung für Prototypen für ein neues Produkt oder Design, welches später in Serie ebenfalls in Handarbeit und/oder Mundblasverfahren hergestellt werden soll, verpflichtet sich der Auftraggeber bereits jetzt, die gesamte spätere Serienfertigung ausschließlich bei der Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur in Auftrag zu geben. Die Glasmanufaktur ist jedoch berechtigt, zu jeder Zeit die weitere Serienfertigung abzulehnen oder einzustellen, ohne dass es hierzu eines Grundes bedarf. Die Ablehnung bzw. Einstellung der Serienfertigung ist dem Auftraggeber durch die Glasmanufaktur mitzuteilen, ab einer entsprechenden Mitteilung ist der Auftraggeber frei, bei wem er die Serienfertigung vornehmen lässt.
  12. Alle Glasstücke, gleich welcher Machart, werden sorgfältig und nach den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten abgetempert (entspannt/abgekühlt). Restspannungen im Glas und deren Auswirkungen können aber nie ganz ausgeschlossen werden. Für daraus resultierende Schäden am Werkstück oder an anderen Gegenständen aber auch an Personen übernimmt die Glasmanufaktur keine Haftung.
  13. Die Glasmanufaktur haftet nicht für die Beschädigung oder den Verlust (auch durch Entwendung bzw. Diebstahl), der für die Fertigung von Glasgegenständen zur Verfügung gestellten Originale, Muster, Montagen, Fassungen, Zubehör, Daten, Metallmonturen, Formen, Fotos und Zeichnungen. Ebenso haftet die Glasmanufaktur nicht für die Beschädigung oder den Verlust der der Glasmanufaktur zur Bearbeitung, Weiterbearbeitung, Veredelung, Umarbeitung oder Ausbesserung überlassenen Werkstücke oder Rohteile gleich welcher Art.
  14. Die technische Ausführbarkeit des Auftrages behält sich die Glasmanufaktur vor; sollte diese nicht möglich sein, so wird der Auftraggeber unverzüglich nach Feststellung der fehlenden Machbarkeit benachrichtigt.
  15. Der Auftraggeber sichert der Glasmanufaktur mit der Auftragserteilung zu, dass Rechte Dritter, gleich welcher Art, der Fertigung nicht entgegenstehen und stellt die Glasmanufaktur von der Inanspruchnahme durch Dritte aus solchen Rechten frei.
  16. Gerne würde die Glasmanufaktur Bilder der realisierten Glasanfertigungen für Werbezwecke und als Referenz verwenden und z.B. auf der Website, in Social Media oder in Printunterlagen veröffentlichen. Wenn der Auftraggeber dies nicht wünscht, wird um Benachrichtigung gebeten.
  17. Soweit die Haftung in der Vereinbarung beschränkt wird, verbleibt es jedoch dabei, dass die Glasmanufaktur in den Fällen grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz, der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, sowie in den Fällen des Produkthaftungsgesetzes sowie den Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflichten), nach den gesetzlichen Bestimmungen haftet.
  18. Änderungen und Ergänzungen des Angebots seitens des Auftraggebers (außer bei den Kontaktdaten wie Adresse etc.) werden nicht akzeptiert, nicht berücksichtigt und sind ungültig. Soweit der Kunde ein neues Angebot unterbreiten möchte, hat dies ausdrücklich in einem gesonderten Schreiben und nicht durch Einfügungen in das unterbreitete Angebot zu erfolgen. Wenn der Auftraggeber das Vertragsangebot unterschrieben zurücksendet, geht die Glasmanufaktur ausdrücklich davon aus, dass seitens des Auftraggebers keine Änderungen vorgenommen wurden. Die Glasmanufaktur weist darauf hin, dass wir das unterbreitete Angebot nach Rücksendung durch den Kunden nicht erneut geprüft wird und die unterschriebene Rücksendung des Angebots einen Vertragsabschluss zu den von der Glasmanufaktur vorgeschlagenen Konditionen darstellt.

Frauenau, den 01.09.2020

Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur e.K., Moosauhütte 14, 94258 Frauenau / Germany

 

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